Samstag, 31. März 2007

"Nothing fails like success."

Bis gestern war ich mal wieder für ein paar Tage zu Hause bei meinen Eltern. Es ist immer wieder schön Gespräche mit meiner Mum und meinem Dad zu führen, mit Beiden am Stich zu sitzen und zu Abend zu essen, einfach da zu sein. Am Donnerstag Nachmittag habe ich mich wieder mit meinem Dad unterhalten, als ich die Ergebnisse der BKfS-Klausur vom 22.03. bekam. Es war meinem Dad anzumerken, dass er stolz auf meine Leistung war und er sparte auch nicht an Worten, um mir das mitzuteilen. Er glaube auch, dass ich noch Reserven hätte um noch mehr zu erreichen - und lächelte dabei. Ein schönes Gefühl ein solch ehrliches, motivierendes Feedback zu erhalten.
Nachgeschoben meinte mein Dad aber, ich solle aufpassen mich dabei nicht zu überarbeiten und vllt. auch mal eine Pause einlegen. Mein Kommentar dazu war "wenn ich mich jetzt aber ausruhe, dann war die Arbeit der letzten Monate und Jahre für die Katz'". Ich glaube, das stimmte ihn nachdenklich, wenngleich er mir nach kurzem Nachdenken zustimmte.

Eben laß ich noch einmal in meinem Buch "The Greatness Guide" von Robin Sharma, da fiel mir die folgende Passage auf, die meinen Kommentar zu meinem Dad unterstreicht/untermauert:

The more successful you and your organization become, the more humble and devoted to your customers you need to be. The more committed to efficiency and relentless improvement you need to be. The faster your need to play. The more value you need to add. Because the moment you stop doing the very things that got you to the top of the mountain is the very moment you begin the slide down the valley.


In diesem Sinne: "Strive for your own greatness"!
-- Carsten

Anmerkung: Den Titel "nothing fails like success" habe ich ebenfalls aus "The Greatness Guide" entliehen. Der Satz stammt ursprünglich von Richard Garrison.

Mittwoch, 28. März 2007

Frustrationstoleranzgrenze (FTG)


Ich liebe dieses Wort :)
In meinem letzten Post habe ich ja über das inspirierende Telefonat mit Daniel gesprochen. Genau, das Wort "Frustrationstoleranzgrenze" kommt von ihm (wenn ich mich recht entsinne). Er kam darauf, als wir uns über die Mathematik, mathematische Beweise und dergleichen unterhalten haben. Jeder, der sich schon mehrere Male mit mathematischen Beweisen auseinander gesetzt hat weiß, dass man teilweise Stunden, Tage oder manchmal auch noch länger an einer Beweisführung sitzen kann und schlichtweg nicht weiterkommt. Die meisten Menschen würden bestimmt (das nehme ich nun einfach mal so an) nach ein paar Stunden oder Tagen aufgeben, wenn sie die Lösung bis dahin noch nicht hätten.
Nicht so Mathematiker/Informatiker (Physiker sind sicher vom selben Schlag, aber da ich zu wenige Physiker kenne, lasse ich diese vorerst mal aus)! Wir (die kollektive Masse der Beweise-liebenden Gesellschaft) lernen praktisch im Studium so stark an eine mögliche Lösung zu glauben, dass es uns nichts ausmacht, auch nach Stunden, Tagen oder Wochen noch kein Ergebnis zu haben. Das drückt Daniels "Frustrationstoleranzgrenze" einfach zu göttlich aus :)

Ein dazu passendes Beispiel: Vor kurzem saß ich an einer Aufgabe aus einer alten theo. Inf. Klausur (es ging um Reduktion), die keiner meiner Kommolitonen, die ich bisher so kennen gelernt habe, lösen konnte, mich inbegriffen. Dennoch ließ mir diese spezielle Aufgabe keine Ruhe. Den vorletzten Abend (um 18h00) vor der BKfS-Klausur hab' ich mich nochmals hingesetzt und meine Ideen, die ich bereits zu der Aufgabe notiert habe, wieder hervorgekramt. Nichts schien zu funktionieren, egal was ich versuchte. Nach weiteren 8 Stunden des probierens (mittlerweile hatte ich seit 2h Geburtstag) probierte ich eine weitere Idee aus. Okay, genau genommen habe ich 2 alte Ideen auf eine gewisse Art und Weise kombiniert - und erstaunlicherweise passte es. Diese Momente, in denen man realisiert, dass es wirklich passt und man das Ergebnis, was man seit ewiger Zeit gesucht hat, in den Händen hält, sind absolut toll. Man fühlt sich richtig gut :) Aber: All dies geht natürlich nur mit einer - na, wisst ihr's? Genau! - hohen Frustrationstoleranzgrenze!

In diesem Sinne wünsch' ich euch viel Durchhaltevermögen und viel Erfolg beim Ausbau eurer FTG!
-- Carsten

It's all about "connecting with people"

"Unverhofft kommt oft" heißt es doch so schön. Und es stimmt.
Gestern früh gingen zwei Mails von mir raus, an Martina und Daniel, zwei Tutoren an der Uni Paderborn. Es ging mir darum einfach mal nachzufragen, wie es die Beiden immer wieder schaffen derart gute Leistungen im Studium abzuliefern und nebenbei auch noch ein Leben zu haben. Das ist nämlich alles andere als selbstverständlich!
Nun, die Mails waren raus, mit Antworten habe ich sowieso erst in ein paar Tagen gerechnet (die Beiden haben ja auch sehr viel zutun, da machte ich mir auch keine falschen Hoffnungen). Dann bekam ich einen Anruf. Hätte ich damit rechnen können, dass mich Daniel höchstpersönlich anruft? Hm... nein, ich glaube nicht.

Um aber mal auf den Punkt zu kommen: Das Gespräch mit Daniel hat (mir zumindest) ein paar sehr interessante und überaus lehrreiche Einblicke in sein Leben und seine Motivatoren gewährt. Er lebt die "Weisheiten", die Robin Sharma in seinem Buch "The Greatness Guide" (welches ich übrigens jedem wärmstens empfehlen mag!) beschreibt. Daniel ist immer offen für Neues, er stellt eine Menge Fragen (um nicht zu sagen "die richtigen Fragen"), er ist stets freundlich, immer gewillt Neues zu lernen, ... .

Einer der wichtigsten Sätze, der ihm kam, möchte ich mit euch teilen:
"An der Uni ist es besonders wichtig aufzufallen (positiv). Man muss sich von der Masse abheben, stets wachsam sein und die Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten." Sehr wichtiger und wahrer Gedanke. Daniel hat ebenso darauf hingewiesen wie wichtig es ist die richtigen Fragen zu stellen. Recht hat er! Fragen helfen uns zu wachsen, sie helfen uns, die Welt zu verstehen. Antworten sind nur der Lohn richtig gestellter Fragen. Sie sind das Ziel, der Weg jedoch ist es, die richtigen Fragen stellen zu lernen.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen wunderbar sonnigen Tag und viel Erfolg und Freude bei allem, was ihr in Zukunft noch anpacken mögt.

Dienstag, 6. März 2007

Ein paar Erkenntnisse...


Zum einen: 12h++ in der Uni zu sein und theoretische Informatik zu lernen ist nicht schön. Sicher, es ist hoch interessant - aber ab einem gewissen Punkt steht man einfach auf dem Schlauch. Man merkt regelrecht, ab welchem Punkt die Aufnahmefähigkeit rapide sinkt. Ein sehr spannendes Erlebnis ;)
Zum anderen: Schaut's euch das Bild von Homer und Bart an. Einfach gammeln wie diese Beiden, das wünschen sich wohl viele Leute. Aber füllt einen das aus? Ich bin der Meinung, dass es das nicht tut! In Anlehnung daran möchte ich hier noch eines kleines Zitat aus Erich Fromms Buch "Vom Haben zum Sein" anbringen (was ich übrigens für sehr gelungen halte):

Die Menschen sind davon überzeugt, dass alles - selbst die schwierigste Aufgabe - ohne oder mit nur wenig Anstrengung gemeistert werden sollte. Diese Ansicht ist derart verbreitet, dass sie kaum einer längeren Erklärung bedarf. Man nehme nur unsere gesamten Erziehungsmethoden: Wir überreden, ja wir bitten unsere jungen Menschen, eine Ausbildung zu machen. Darin soll nur unser Selbst zum Ausdruck kommen, es darf keine Leistungsorientierung geben, und im Namen der "Freiheit" gestalten wir jeden Kurs so leicht und angenehm, wie nur möglich. Die einzige Ausnahme sind die Naturwissenschaften, wo echte Leistungen angestrebt werden, und wo Stoff nicht durch "mundgerechte Lektionen" beherrscht werden kann. Aber in den Sozialwissenschaften, in Kunst und Literatur, in den Grund- und weiterführenden Schulen ist die gleiche Tendenz vorhanden: Mach es dir leicht, nimm es leicht! Ein auf harter Arbeit beharrender Lehrer oder Dozent wird als "autoritär" oder als altmodisch bezeichnet.